Wer wir sind?
Das könnte etwas schwierig werden zu beantworten, weil …
Wir arbeiten zwar nicht anonym, aber wir sind eine “lose” Formierung, eine Art offenes System, indem die Arbeitsweise Schritte beinhaltet, die co-kreativ sind und es läuft hier bewusst nichts darauf hinaus, ‘in einem Projekt mit irgendeiner Biographie punkten zu wollen’. Wir stellen uns in anderer Form dar, aber ja, Namen gibt es auch und Profile dessen, was jeden von uns hier ausmacht.
Welche Rolle kreative schöpferische Kommunikation halt gerade auch in Bild und Musik dabei für uns spielt.
Wir fahren mehrgleisig und jedes Gleis, das wir befahren, nutzt Kreativität als Kommunikationsmedium. Das heißt Kreativität ist Währung der Vermittlung, und genauso lesen wir auch das, was wir wiederum von außen wahrnehmen.
Wir nehmen Informationen, die generiert werden und mit denen wir uns auseinandersetzen, nicht einfach als “Info, die in einem festen, funktional grundsätzlich gleich zu bewertenden Kontext steht”. Jede Info steht in Kontexten, und genau diese Kontexte interessieren uns mit ihren Hintergründen und ihrer Möglichkeit der Zuordnung. Anhang solcher Zuordnungen werden Divergenzen und Überschneidungen sichtbar.
Der für uns wichtigste Punkt, ist der Schwerpunkt in unserem Aktivismus. Wenn wir Tierrechte sagen, meinen wir damit nicht nur eine Dekonstruktion von Biologismen, wir meinen ein Umdenken in zahlreichen Punkten, die auch ein innermenschliches Umdenken beinhalten, so zum Beispiel was die Komplexität von Sprache beinhaltet oder die Grenzen, Ungrenzen und Nicht-Grenzen von Sinn- und Erkenntnisfragen.
Die Maker hier
Wer hier so mit Profil erscheinen mag. Unsere Profis in Sachen: Wir sind eh raus!

Herr Tschördy Lück Flender
Obermacker und Co-Architekt

Lothar Yegane Arani
Engineering Manager

Pal und Zal
Projekt-Architekten

Sain und Ross
Projekleitende

FAQs
Was ist Tierrechtspunk [nicht]?
Tierrechtspunk ist etwas, dass es ohne Dissens nie gegeben hätte. Zuerst brauchte es die Kritik an der gesellschaftlichen Norm. Von da aus, von der Honterfragung aus, warum z.B. die klassischen Geschlechterrollen nicht mitgetragen werden müssen und abgründig sind, warum viele Dinge, die als “Werte” hochgehalten werden, voller ethischer Abgründe stecken, egal um welche Themen es geht, aber wir fangen nun mal bei uns selbst als “die Handelnden” an, das waren und sind alles Voraussetzungen gewesen, die mit zu einem nötigen Fundament gehören, auf dem man gleichermaßen durch das Infragestellen auch zu antispeziesistischen Zielen gelangt: Das Tier als eine besondere, nichtmenschliche Identität und Position im Anthropozän, die den Tieren weder ihre eigenen Freiräume noch ihre Rechte von Menschen in Ruhe gelassen zu werden – und nicht deren Definitionshoheitsgier ausbaden zu müssen – zugesteht. Tierrechtspunk ist nicht, einfach ein bisschen nett Posieren mit Tieren und Tierlichkeit, um sich vollends unreflektiert in Szene zu setzen, usw.
Warum ist [nicht] jeder Anarchismus so, wie man das hier und dort so liest?
Das wissen wir natürlich auch nicht. Aber: Genau so wie in Fragen darüber, was Philosophie ist, und wir sagen würden, nicht die Schulen oder das Vordenken, sondern die positive Einstellung zum > selbst Denken, so würden wir die Idee von Anarchismus auch an der Idee von Herrschaftsfreiheit im wörtlichen Sinne des Begriffs festmachen und nicht von den Geschichten, die sie dann folglich an so einer Idee ‘an und für sich’ festmachen.
Wie schafft man es einen Uphill Battle zu führen – generell
Das ist eine wichtige Frage, die sich einem tagtäglich stellt, wenn man in Sachen Tierrechten unterwegs ist. Wir lösen das für uns so, wie auch die Leute, deren Arbeit wir sehr schätzen: selbst was machen und sich nicht einschüchtern lassen. Oft wird mit einem sehr hierarchischen Denken gearbeitet, das alles in die Richtung channelt man könne ja nur was bewegen, wenn man viel Clout generiert. Zu dem Thema, was die einen oder die anderen unter Clout so verstehen und warum wir unter Clout ganz einfach nur Fragen der Kommunikation verstehen, haben wir einen ganz hilfreichen Text verfasst > Ruhm, Hierarchie und die Blockierung des Bauern.
Und schließlich
Warum macht Ihr das mit dem Mithraismus? Ganz einfach aus genau zwei oder drei Gründen. 1.) Farangis und Tschördy haben im Jahr 1994 die Ausstellung z.B. Mithras I realisiert, die Bild- und Installationsschaffung von Farangis und die Musik von Tschördy mit dem Thema “Wer opfert warum Leben”, “Warum das ein Verstoß gegen die kosmische Ordnung ist” und die Gleichstellung der Tragik der Opferung des Urstriers mit der Opferung von Jesus Christus im Christentum. Im Teil zwei der Austellung Jahre später wird das Thema erweitert um die Opferung in den anderen Abrahamitischen Religionen in Gegenüberstellung mit den persischen oder frühen iranischem Wurzeln der Geschichte eines (wie wir es Zuordnen und benennen) LEHNMYTHOLOGEMS. 2.) die Gleichstellung des Urstiers und des Urmenschen ist nachvollziehbar bis hinein in den Zoroastrismus, was wichtig und interessant ist um mithraische Riten zu deuten, und 3.) wir rückerobern die Kette der LEHNMYTHOLOGEME und erneuern sie mit einem neuen erstehen von Mithras, als ein Gott, der jetzt entscheidet den Gehorsam in seinem Pantheon, zumindest dem Sonnengott Sol gegenüber zu verweigern. Mithras mit dem Raben auf der Schulter entscheidet nun nicht zu töten, siehe hierzu > Mithras im Taunus / the interpretation.
Wo liegt der eigene archimedische Punkt, wenn nicht in der Verantwortung zum “AUSSEN” [Mitwelt/Bezug-nahme].
- Was man machen kann, wenn man was machen will. Das kann auch sein Dinge bewusst nicht zu machen, die so gemacht werden.
- Was es nicht bringt, unserer Meinung nach: Horden bilden, Streben über Dingen stehen zu wollen, Einheitsdenken, … .
- Was wir festhalten würden, on the point: Es wäre gut, wenn mehr Individuen sich mehr kreativ manifestieren würden. Wir wollen Euch gerne auch mit unterstützen, wenn möglich, weil, Ihr seid extremst wichtig!



